Die Ziele

25'000 bis 30'000 Kinder und Jugendliche, 450 Projekte, 72 Stunden Zeit – die Aktion 72 Stunden rückt die junge Generation in den Fokus des Geschehens, bringt ihr gemeinnütziges Engagement an die Öffentlichkeit, zeigt, dass soziales Engagement Spass macht, und verbindet Generationen, Sprachregionen und Kulturen in der ganzen Schweiz.

Das sind die Ziele der Aktion 72 Stunden:

Spot on: Jugendliche ins Rampenlicht!

Der Enthusiasmus und die positive Energie, mit der über 25‘000 Kinder und Jugendliche in der ganzen Schweiz unzählige gemeinnützige Projekte verwirklichen, sind der Motor der Aktion 72 Stunden. Die Kinder und Jugendlichen beweisen, dass sie sich mit Durchhaltewillen, Improvisationstalent und Teamarbeit für andere einsetzen. Dieser Elan der Aktion 72 Stunden rückt – gepaart mit der me­dialen Aufmerksamkeit – die engagierten Kinder und Jugendlichen in den Fokus der Öffentlichkeit und zeichnet das wahre Bild der Jugend: engagiert, kreativ und aktiv. Die nationale Aufmerksamkeit sorgt auch für zusätzlichen Motivationsschub bei den TeilnehmerInnen: Ob im Wald, auf einem Berggipfel oder im Altersheim – wo auch immer die Gruppen aktiv sind, verfolgen sie die Aktion 72 Stunden über Radio mit. Die Aufmerksamkeit und Anerkennung, die ihnen zu Teil wird, spornt die Kinder und Jugendlichen weiter an.

Freiwilligenarbeit verdient Anerkennung!

Freiwilligenarbeit ist ein unverzichtbarer Bestandteil des Zusammenlebens. Und der Anteil an Freiwilligenarbeit in der Schweiz, der von Jugendlichen geleistet wird, ist be­trächtlich. Doch dieser gesellschaftlich wertvolle Dienst wird von der breiten Öffentlichkeit oft wenig wahrgenommen. Die Aktion 72 Stunden ändert das: Sie zeigt auf, wie stark sich junge Menschen für die Zivilgesellschaft einsetzen, welchen wichtigen Stellenwert die Freiwilligenarbeit hat und dass soziales Engagement Spass macht. Die Aktion 72 Stunden motiviert die TeilnehmerInnen, sich weiterhin freiwillig zu engagieren. Und Personen, die (noch) keine Freiwilligenarbeit leisten, werden dazu animiert, dieses ehrenamtliche Engagement zu unterstützen oder selber ehrenamtlich tätig zu werden.

Gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken!

Damit es den Kinder- und Jugendgruppen gelingt, ihre nachhaltigen und gesellschaftlich wertvollen Projekte innerhalb 72 Stunden erfolgreich umzusetzen, sind sie auf Unterstützung aus der Bevölkerung angewiesen. Durch mediale Begleitung der Aktion 72 Stunden wird das Publikum nicht nur über die spannendsten Projektentwicklungen informiert, sondern auch angeregt, die Gruppen zu unterstützen. Bereits in den Jahren 2005 und 2010 hat der Elan der Kinder und Jugendlichen tausende Menschen aus der Bevölkerung dazu bewogen, sich spontan an der Aktion 72 Stunden zu beteiligen und persönliche Beiträge zum Gelingen der Gruppenprojekte zu leisten. Die Aktion 72 Stunden stiftet Gemeinschaftssinn und fördert den gesellschaftlichen Zusammenhalt über die Aktionsgruppen hinaus.

Brücken bauen, Grenzen überwinden!

Von Genf bis zum Bodensee und von Basel bis Chiasso sind Kinder und Jugendliche während 72 Stunden unermüdlich im Einsatz. Die einzelnen Gruppen wirken vor allem lokal, der Geist des Projektes aber geht weit über die Grenzen von Gemeinden, Kantonen oder Sprachregionen hinaus: Vielleicht braucht eine Gruppe in Lausanne oder Bellinzona für die Organisation eines interkulturellen Festivals genau den Tonmeister aus Zürich, der via Radio oder App das Projekt verfolgt. Ein Anruf, eine Zugfahrt, und ein neuer Kontakt ist geknüpft. Die Aktion 72 Stunden ist kein Projekt der deutschen Schweiz, kein projet romand, keine Azione ticinese oder Actiun rumantsch, sondern ein projet di tutta la Svizra, das Menschen verschiedener Altersstufen, Sprachregionen und Kulturen zusammenbringt. Alle teilnehmenden Kinder und Jugendlichen tragen dasselbe T-Shirt und sind durch die mediale Berichterstattung und Hilferufe national miteinander verbunden. Sie spüren so, dass sie alle zusammen Teil eines nationalen Grossanlasses sind.

Interkulturelle Öffnung - ein Schwerpunkt der Aktion 72 Stunden
Die Aktion 72 Stunden ist für Jugendgruppen die Gelegenheit, anderen Gruppen - beispielsweise aus der Offenen Jugendarbeit oder aus MigrantInnenorganisationen - zu begegnen, sie kennenzulernen und sich gemeinsam für ein gemeinsames Anliegen einzusetzen. Aus diesem Grund wird die Aktion 72 Stunden eng von Varietà, dem Kompetenzzentrum Interkulturelle Öffnung der SAJV, begleitet.

Varietà, das Kompetenzzentrum Interkulturelle Öffnung der SAJV, möchte deshalb 1) Jugendgruppen von MigrantInnenorganisationen dabei unterstützen, an der Aktion 72 Stunden teilzunehmen, 2) Jugendgruppen aus Verbänden bei ihren Projekten im Bereich Intergration und interkultuellen Öffnung unterstützen und begleiten und 3) Jugendgruppen aus MigrantInnenorganisationen, Verbänden sowie der Offenen Jugendarbeit miteinander in Kontakt bringen. So soll die Aktion 72 Stunden die Grenzen der Organisationen aufweichen und die vielfältige Palette von Jugendgruppen - aus Verbänden, Musik- und Sportvereinen, Umweltorganisationen, MigrantInnenorgansiationen sowie der Offenen Jugendarbeit - ins Rampenlicht stellen.