So funktionierts

30‘000 Kinder und Jugendliche sind gleichzeitig am Werk. Mehr als 700 Ideen werden Realität. Tausende Menschen aus der Bevölkerung packen spontan mit an. 1 Million Stunden Freiwilligenarbeit werden geleistet – und das alles innerhalb nur 72 Stunden! Wie das funktioniert, erfährst du hier.

Vor der Aktion 72 Stunden

Wer mit seiner Gruppe an der Aktion teilnehmen und ein Projekt umsetzen will, meldet sich online als GruppenleiterIn an. Anschliessend sucht sich der/die LeiterIn nach weiteren TeilnehmerInnen. 

Die Projekt-Suche
Gleichzeitig zur TeilnehmerInnen-Suche macht sich der/die LeiterIn daran, sich eine Projektidee auszudenken, die von der Gruppe während der Aktion 72 Stunden verwirklicht werden soll. Die Jugendlichen entwickeln ihr Projekt selber, denn sie wissen am besten, was vor Ort ge­braucht wird.

Wenn die GruppenleiterInnen bei der Ideen-Suche nicht weiterkommen, können sie im Projektpool der Aktion 72 Stunden (www.72h.ch/projektideen) und auf der Website von Varietà, dem Kompetenzzentrums für interkulturelle Öffnung (www.varieta.ch), Inspiration oder sogar eine ausformulierte Idee abholen. Ausserdem stehen den GruppenleiterInnen die Locleads – die regionalen KoordinatorInnen der Aktion 72 Stunden – mit Rat und Tat zur Seite. Gemeinsam wird eine spannende Gruppenaufgabe erarbeitet. Die Ideen nehmen Gestalt an.

Die GruppenleiterInnen sind bei der Projektsuche grundsätzlich frei. Es müssen einzig folgende Spielregeln beachtet werden:

  • das Gruppenprojekt muss gemeinnützig und nachhaltig sein,
  • es darf nur das Nötigste vorbereitet werden,
  • die Gruppenaufgabe soll (wenn möglich) bis zum Start der Aktion 72 Stunden vor den TeilnehmerInnen geheimgehalten werden.


Während der Aktion 72 Stunden

Am 10. September, um 18.11 Uhr fällt der Startschuss zur Aktion 72 Stunden: Das Geheimnis um die Gruppenaufgaben wird gelüftet und mit einem Schlag nehmen rund 30‘000 Kinder und Jugendliche ihre Arbeit auf. 72, 71, 70 … Der Countdown läuft.

Nur gemeinsam geht’s!
Von Genf bis zum Bodensee und von Basel bis Chiasso sind unzählige Jugendgruppen während 72 Stunden unermüdlich im Einsatz, um ihre Projektaufgabe innerhalb 72 Stunden erfolgreich zu lösen. Und das ganz ohne Geld! Deshalb sind die Gruppen auf die Unterstützung der Bevölkerung angewiesen.

Ob ein Tonmeister für ein interkulturelles Festival, ein Helikopter zum Abtransport von Altholz, eine Rampe zum Bau einer Halfpipe, ein Znüni für die hungrige Aktionsgruppe oder einfach ein paar helfende Hände – es gibt unzählige grosse und kleine Dinge, die die Jugendlichen für die Verwirklichung ihrer Ideen benötigen.

Um ans Ziel zu gelangen, setzen die Gruppen «Hilferufe» ab – entweder auf der Website der Aktion 72 Stunden oder beim Hauptquartier in Bern. Von dort aus gelangen die Hilferufe an die Medien und werden so in die Autos, Stuben, Büros und Küchen der Schweiz getragen. Ausserdem landet die Nachricht dank der Aktions-App (ab ca. Mai 2015 verfügbar) direkt auf dem Smartphone von potenziellen HelferInnen. So kann jedeR Unterstützung leisten und etwas zur Aktion 72 Stunden beitragen. Alle packen mit an – und die Schweiz steht Kopf!

Das Abenteuer geht zu Ende ...

Am Sonntagabend, 13. September, um genau 18.11 Uhr ist das Abenteuer zu Ende. Dann wird in der ganzen Schweiz die Aktion 72 Stunden gebührend geschlossen. Ob mit Feuerwerk, Lagerfeuer oder an der Tafel – die Aktionsgruppen feiern das Gelingen ihres Projekts vor Ort.